Viele meiner Kollegen haben sich für diese Serie bereits den Kopf zerbrochen und ihre eigenen perfekten Uhrenkollektionen für 24.000 Dollar veröffentlicht. Das macht es für mich sowohl einfacher als auch schwieriger, meine eigene Liste zu erstellen – so viele spannende Modelle wurden bereits erwähnt! Dann ist da noch die Herausforderung, im Budget zu bleiben, was zunächst ziemlich einfach schien – „Ich könnte mein theoretisches Budget von 24.000 Dollar locker einhalten!“, dachte ich. Aber tatsächlich muss ich zugeben, dass mich die Auswahl an Uhren etwas überfordert hat. Am Ende ist meine Sammlung eine (meiner Meinung nach) gute Mischung aus Uhren, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen, Zeitmessern, die ich aufgrund ihres Designs oder ihrer technischen Raffinesse bewundere, und einem kleinen Vintage-Überraschungsfund.

Mein Alltagsträger: Junghans Max Bill Kleine Automatic

Starten wir mit einer Uhr, die seit meinen Anfängen bei Chrono24 auf meiner Wunschliste steht. Meiner Meinung nach ist dies ein perfekter Alltagsträger: Die Junghans Max Bill Kleine Automatic. Was mich hier zunächst angesprochen hat, war das klare, minimalistische Zifferblattdesign, für das die Modelle der Max Bill-Reihe bekannt sind. Wie für den Bauhausstil der 1960er Jahre typisch, wirkt es sehr aufgeräumt und geradlinig. Das lässt Raum für die eigens entwickelte Typografie, die so noch besser zur Geltung kommt (wer mich kennt, weiß, dass mich die Wahl der Schriftart entweder begeistern oder in den Wahnsinn treiben kann). Das Modell ist eine Hommage an die Anfangszeit der beliebten Linie, verbindet die Designmerkmale der ersten Version aus den 1960er Jahren mit moderner Technik und überführt sie so in die Neuzeit. Der Durchmesser des PVD-beschichteten Edelstahlgehäuses bleibt mit 34 mm originalgetreu. Im Inneren verbirgt sich allerdings anstelle eines Handaufzugskalibers das Automatikwerk J800.1. Mit einer Gangreserve von 38 Stunden und einer Wasserdichtigkeit von 3 bar ist die Uhr ein zuverlässiger Begleiter für den Alltag und mit einem Preis von rund 1.250 Dollar der perfekte Start in meine Sammlung.

Die Elegante: Longines DolceVita

Rechteckiges Gehäuse, Zifferblatt mit römischen Ziffern, Eisenbahnminuterie und gebläuten Zeigern – ich kann es Ihnen nicht verübeln, wenn Ihnen dabei die allseits beliebte Cartier Tank in den Sinn kommt. Schließlich reichen die Wurzeln der Tank und der DolceVita beide bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück und die Uhren waren vom Art déco geprägt. Und genau diese gefallen mir. Wenn ich mich zwischen den vielen verschiedenen Versionen der DolceVita entscheiden müsste, würde ich mich für das Modell in 18 Karat Gelbgold mit der Referenz L5.255.6.71.0 entscheiden. Am liebsten an einem schlichten schwarzen Alligatorlederarmband, das sich dank des Longines-Bandwechselsystems bei Bedarf problemlos gegen ein anderes Band austauschen ließe. Unter dem Saphirglas und dem silbernen Zifferblatt mit „Flinker“-Dekoration verrichtet das Quarzkaliber L176 zuverlässig seinen Dienst und zeigt Stunden, Minuten und die kleine Sekunde bei 6 Uhr an. Alles in allem ein eleganter Zeitmesser, der sowohl im Büro als auch bei Abendveranstaltungen eine gute Figur macht. Und mit einem Preis ab rund 5.200 Dollar kann die DolceVita in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus mit vergleichbaren Tank-Modellen mithalten.

Vintage-Überraschung: Ein Omega Seamaster Vintage Chronograph

Nicht genau das Objekt meiner Begierde (da es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels leider bereits verkauft war), aber die gleiche Referenz 105.004-64 – hier in Edelstahl statt Gold.
Ich bewege mich hier auf dünnem Eis, denn Vintage-Uhren sind eine Nische, in die ich mich noch nicht annähernd tief genug eingearbeitet habe, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Man mag mich dafür auslachen, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass die perfekte Sammlung mindestens ein Vintage-Modell enthalten sollte. Besonders gut gefielen mir schon immer die Vintage-Versionen der Omega Seamaster aus den 1960er Jahren. Was mich jedoch überraschte, war, dass mich dieses Modell so faszinierte: ein Omega Seamaster Chronograph Ref. 105.004-64 aus dem Jahr 1965. Da Vintage-Uhren vom Gehäusedurchmesser her oft kleiner ausfallen – in diesem Fall 35 mm – verdiente sich dieser Chronograph einen zweiten Blick von mir. Und ich bin froh, dass ich das getan habe, denn bei genauerem Hinsehen entdeckte ich ein interessantes Detail: Im Inneren des Modells verbirgt sich das legendäre Kaliber 321, ein robustes und zuverlässiges Chronographenkaliber mit Säulenrad, das in den 40er-Jahren entwickelt wurde und vor allem unter Sammlern noch heute hoch geschätzt ist. Weltweite Berühmtheit erlangte es allerdings erst, nachdem es in den ersten Speedmaster-Modellen verwendet wurde, die auf dem Mond landeten. Neben diesem geschichtsträchtigen Innenleben beeindruckt mich auch das Äußere des Chronographen: Das silberne Zifferblatt wirkt dezent und aufgeräumt und sorgt in Kombination mit den goldenen Zeigern und Indizes für den gewissen Vintage-Charme, dem selbst kleine Gebrauchsspuren und Kratzer keinen Abbruch tun. Für einen Preis von 5.700 Dollar könnte dieses Sammlerstück mir gehören.

Sportlicher Allrounder: Tissot PRX Powermatic 80

Zu diesem Modell muss ich wohl nicht viel sagen, das haben viele meiner Kollegen bereits getan. Integriertes Edelstahlarmband mit Schnellwechselsystem, beachtliche 80 Stunden Gangreserve, farbenfrohe Zifferblattvarianten und ein Preis, der je nach Ausführung kein allzu großes Loch in den Geldbeutel reißt: Kurzum, die Tissot PRX Powermatic 80 ist ein vergnüglicher und vielseitiger Begleiter. Ich besitze selbst eine und bin auch nach gut anderthalb Jahren Tragezeit noch immer ein großer Fan der Uhr. Was mir – neben dem sportlich-klassischen Design – am besten gefällt, ist die Haptik. Auch wenn ich mich anfangs an das Edelstahlarmband (und vor allem die Schließe) an meinem Handgelenk gewöhnen musste, liebe ich mittlerweile die spürbare Präsenz der Uhr. Während meine Wahl früher auf eines der 35-mm-Quarzmodelle fiel, würde ich mir mittlerweile das mechanische Upgrade gönnen. In Sachen Design würde ich zur Referenz T931.207.41.111.00 aus Edelstahl mit 18K Goldlünette und Perlmuttzifferblatt greifen – Listenpreis hier ca. 2.100 $.

Das Wow-Piece: Bvlgari Serpenti

Falls ihr euch fragt, wo der Großteil meines Budgets hinfließt, hier die Antwort. Für mich ist dieser Zeitmesser der Inbegriff einer Schmuckuhr und so elegant und stylisch, dass selbst Hollywood-Ikonen wie Sofia Loren und Liz Taylor ihm nicht widerstehen konnten: die Bvlgari Serpenti. Sie ist das „Wow-Piece“ meiner fiktiven Sammlung. Die Technikbegeisterten habe ich wohl mittlerweile alle verloren. Eine Quarzuhr als Star, ohne Komplikationen oder technische Spielereien? Oh ja! Vielleicht bin ich einfach nur jemand, der schöne Dinge liebt, aber diese Uhr begleitet mich seit Jahren, obwohl sie weit über meinem Budget liegt. Innerhalb der Modellreihe habe ich meine Meinung allerdings schon ein paar Mal geändert – so groß ist die Auswahl an Materialien und Designvarianten. Dennoch bleibt das ikonische Design weitgehend gleich: Ein Band, das sich wie der Körper einer Schlange mehrfach um das Handgelenk windet und in einem tropfenförmigen Gehäuse endet, das den Kopf der Schlange darstellt. Meine aktuelle Wahl ist die Referenz 102123, die Bvlgari Serpenti Tubogas in Edelstahl und 18 Karat Roségold. Das schwarze Opalin-Zifferblatt mit Sonnenguillochierung und handapplizierten Indizes wirkt klassisch zurückhaltend, stiehlt dem Gesamtdesign aber nicht die Show. Die passende roséfarbene Cabochon-Krone ist das Tüpfelchen auf dem i. Der Listenpreis für diesen eleganten Begleiter liegt bei knapp über 12.000 Dollar – das liegt tatsächlich über meinem Budget. Auf Chrono24 habe ich jedoch Varianten für nur 10.000 Dollar gefunden, womit ich fast innerhalb meiner Ausgabengrenze bleibe.

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